Blocker, Warnungen und Kontext trennen
Ein hilfreicher Qualitätscheck erklärt nicht jede ungewöhnliche Eigenschaft zum Fehler. Blocker verhindern eine vertrauenswürdige Ausgabe, Warnungen benötigen Aufmerksamkeit und kontextuelle Befunde können mit Dokumentation akzeptabel sein. Review-Notizen sollen Kontext ergänzen, nicht Befunde verstecken.
- doppelte oder ungültige Variablennamen
- beobachtete Werte ohne Labels
- Missing-Konventionen
- Konstanten und mögliche Identifikatoren/Open Text
- Gewichts- und Mehrfachantwortreferenzen
- Encoding und anstehende Änderungen
Den vollständigen Datensatz prüfen
Die Qualitätssuche darf nicht vom aktuellen UI-Filter abhängen. Ein seltener Code ohne Label oder ein Identifikator kann außerhalb sichtbarer Zeilen liegen. Der SAV Check bewertet den vollständig geladenen Datensatz und verlinkt Befunde zur betroffenen Variable oder zum passenden Editor.
Die tatsächlich ausgelieferte Datei verifizieren
Nach einer Bearbeitung wird die vollständige SAV oder ZSAV geschrieben und sofort durch den produktiven Reader geöffnet. Fälle, Datenwörterbuch und unterstützte Dateimetadaten werden verglichen; Format, Größe, Zeitpunkt und – soweit verfügbar – SHA-256-Hash werden dokumentiert.
Dieser Roundtrip belegt, dass sich die erzeugten Bytes konsistent zurücklesen lassen. Er ist keine Zusage, dass jede proprietäre Erweiterung in jeder SPSS-Version unterstützt wird.
- Unveränderte Quelle öffnen
Dateieigenschaften festhalten und das Original für Vergleiche aufbewahren.
- Vollständigen Check ausführen
Zuerst Blocker, danach Warnungen und kontextuelle Befunde prüfen.
- Beheben oder dokumentieren
Befunden zur Variable folgen und bei relevantem Kontext eine knappe Review-Notiz ergänzen.
- Ausgabe per Roundtrip prüfen
Schreiben, erneut öffnen, vergleichen und Bericht sowie Hash mit der Übergabedatei aufbewahren.
Häufige Fragen
Bedeutet erfolgreiches Öffnen, dass die SAV korrekt ist?
Nein. Es zeigt nur, dass der Reader sie parsen kann. Datenwörterbuch, Referenzen, Missing-Regeln und Übergabefähigkeit müssen weiterhin geprüft werden.
Sind Identifikatoren immer Fehler?
Nein. Sie können für Joins notwendig sein, verdienen wegen Vertraulichkeit und Nachnutzung aber eine explizite Prüfung.
Was beweist ein SHA-256-Hash?
Er identifiziert die exakten Dateibytes und erkennt unbeabsichtigte Veränderungen. Er beweist nicht, dass Inhalte statistisch oder semantisch korrekt sind.
Darf der Bericht vollständige Falldaten enthalten?
Der Qualitätsbericht sollte Befunde und Metadaten fokussieren. Sensible Falldaten sollten nicht in einen breit geteilten Bericht kopiert werden.